Der Kampf mit digitalen Geräten

„Ei, Ei, Ei, …“, damit verbinde ich zurzeit nicht Ostern sondern die „Ei“-Elektronik. Wer kennt sie nicht? iPad, iPod, iPhone, iTunes. Sie alle erleichtern uns den Alltag. Oder etwa doch nicht? Wie viel darf und soll sich ein Kind mit digitalen Medien abgeben?

Wie oft höre ich zu Besuch bei Freunden die Klage: „Ei, ei, ei, der ewige Kampf mit diesen elektronischen!“ Simon wird zum Nachtessen gerufen, kann aber das Spiel auf dem Tablet unmöglich vor dem Erreichen des nächsten Levels verlassen. Aline sollte schon längst Hausaufgaben machen, hört aber auf dem mp3-Player lieber noch das nächste, übernächste, vielleicht über-übernächste Lied. Und Livio darf auf gar keinen Fall den Klassenchat verpassen – sein Smartphone liegt für alle Fälle neben seinem Bett bereit.

Die Elektronik hat uns im Griff. Und wir sie auch? – Natürlich! Denn schliesslich weiss jedes Kind, wie man diese Geräte bedient. Das Streichen über das Smartphone scheint den Kleinkindern heutzutage angeboren zu sein.

Spannungsfeld: Freud und Leid

So viel Spannendes, Unterhaltsames, Kommunikatives, Erleichterndes diese Geräte haben, so viele Probleme und daraus ergebende endlose Diskussionen generieren sie. Computer, Handy, Spielkonsolen und Konsorte können Benutzer überfordern und abhängig machen. Der sinnvolle Medienumgang ist oftmals ein leidiges Thema in den Familien und somit zu einem zentralen Erziehungs- und Bildungsziel geworden.

Wie Eltern den Umgang mit neuen Medien handhaben und wie die Elektronik das Familienleben beeinflusst, zeigt dieses Video:

 

Das Anliegen vieler Eltern ist, ihre Kinder vor zu viel Medienkonsum zu schützen, ihnen die digitale Welt aber doch nicht zu verschliessen. Das Einfordern von „Elektronik-Pausen“ ist im Alltag oft mit Widerständen verbunden. Nur selten decken sich die Vorstellungen der Eltern mit jenen ihrer Kinder. Trotzdem ist es das Recht und die Pflicht der Eltern, den Konsum ihrer Schützlinge im Auge zu behalten und Vereinbarungen betreffend der Nutzung der Medien zu treffen.

Welchen Stellenwert die Begleitung der Kinder in der medialen Welt hat, wie wichtig es ist, sich über mögliche Risiken zu informieren, und wie hilfreich das Festlegen und Überprüfen von Nutzungszeiten ist, können sie unter nachstehenden Links lesen:

Welches sind Ihre Erfahrungen mit den digitalen Medien? Wir freuen uns auf den Erfahrungsaustausch in den Kommentaren.

Ein Gedanke zu “Der Kampf mit digitalen Geräten

  1. Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

    So sprach schon Sokrates – und der musste es ja wissen. Geändert hat sich daran bis heute nichts. Wir – die Elterngeneration – haben immer den Eindruck, dass heute alles anders ist. Und das ist es ja auch – aber das ist auch gut so.

    Noch vor 20 Jahren meinte man, das Fernsehen sei der Untergang der abendländischen Kultur. Heute sind es Handy und Tablet. Und morgen? Google Glasses? Oder holografische Unterhaltungsmedien?

    Wir dürfen gespannt sein – aber auch entspannt: Die Suppe wird nie so heiß gegessen, wie sie gekocht worden ist 😉

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